Vorurteile, Geschlechterrollen, Kritik an und Unterschätzung von Frauen - genau mit diesen Themen beschäftigt sich die Szenencollage "She/Her" des Kurses DS 11, geleitet von Frau Rosnau. Auch wenn es in dem Stück größtenteils um Frauen in der heutigen Gesellschaft geht, ist das Stück keineswegs nur für jene gedacht. Dass "She/Her" viele Menschen zum Denken anregen kann, konnten wir, die Jahrgangsstufen 9 und 10, am 11. Juni 2026 selbst erleben.
Eine Szenencollage ist, anders als ein klassisches Theaterstück, keine zusammenhängende
Geschichte. Stattdessen besteht sie aus vielen kleinen Szenen, welche alle zu einem Hauptthema passen und zusammengesetzt eine Botschaft übermitteln oder zum Nachdenken anregen. "She/Her" besteht beispielsweise neben klassischem Theaterspiel auch aus Chorszenen, Tänzen und vielen weiteren kreativen Sequenzen. Damit macht das Theaterstück auf die Unterschätzung von - und Vorurteile gegenüber Frauen aufmerksam und setzt sich für mehr Zusammenhalt zwischen diesen ein.
Im Stück wird beispielsweise auf die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper eingegangen. In der entsprechenden Szene machen sich 3 junge Frauen für eine Party fertig. Sie sind zuerst unzufrieden mit sich und denken vor dem Spiegel über alles nach, was an ihnen nicht perfekt ist. Später beschließen sie jedoch, dass man sowieso nicht perfekt sein kann, und gehen zur Party. Dort angekommen genießen sie ihre Zeit zusammen mit anderen jungen Frauen. Die Freude und der Zusammenhalt werden in dieser Szene besonders durch die gemeinsam aufgeführten Tänze deutlich. Ebenfalls vertauschen die Spielenden in manchen Szenen Geschlechterrollen, um die Absurdität der unfairen Behandlung von Frauen besser darzustellen. Beispielsweise wird ein
männlicher Bewerber für eine Führungsrolle nur belächelt und schließlich nicht akzeptiert.
Durch unterschiedliche theatralische Mittel schafft es das Stück, auf Ungerechtigkeiten und veraltete Denkweisen aufmerksam zu machen und animiert zum Umdenken sowie zum Zusammenhalt.
Mit abwechslungsreichen Szenen und viel Talent gelingt es dem Kurs DS 11 sehr gut, auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Als Zuschauer kann man besonders gut in das Stück eintauchen, da die Spielenden alle Texte und Szenen selbst gestaltet haben. Die Teilnehmerinnen des Kurses, welcher dieses Jahr ausschließlich aus Mädchen besteht, haben beim Schreiben des Stücks außerdem ihre eigenen Erfahrungen einfließen lassen. Das verleiht dem Stück die nötige Tiefe.
Milena Elfers, Klasse 10a